Tagebuch Falkenjahr 2016

Bilder und Text: Anja Fingerhut-Fenner und Hans-Ulrich Fenner

 

Das Nest ist gemacht

05.04.

Seit Tagen haben wir östlich der Kirche über der Au immer mal wieder die Rufe von Turmfalken gehört. Nur für wenige Augenblicke konnten wir ihre Flüge beobachten.

Heute kreisten zwei Turmfalken um den Kirchturm und ein stattliches Männchen ließ sich auf der Anflugstange des Nistkastens nieder und putzte gründlich sein Gefieder. Wir haben die Kamera in Betrieb genommen und können von zu Hause einen Blick in den Nistkasten werfen ohne die Turmfalken zu stören. Das ist an Bequemlichkeit kaum zu überbieten!

06.04.

Heute wechseln sich Ringeltauben und Turmfalken im Nistkasten ab, beide Paare zeigen großes Interesse an diesem komfortablen Heim. Wahrscheinlich werden die Tauben den Kürzeren ziehen.

Tauben oder Turmfalken?

 
09.04.

Die Balz beginnt und die Turmfalken haben den Nistkasten gegenüber den Tauben kompromisslos in Beschlag genommen.

 

Die Balz hat begonnen

 10.04.

Heute Abend sind wir nochmals um die Kirche gegangen. Wir hatten großes Glück! Wir konnten die Turmfalken auf dem First der Kirche bei der Hochzeit mit Teleobjektiv gegenden Abendhimmel fotografieren.

 

Hochzeit auf dem Kirchendach

12.04.

Immerhäufiger fliegen beide den Nistkasten an und locken den anderen Partner mit lauten Rufen.

 

18.04.

Inzwischen haben die beiden einen Namen erhalten. Lupiene und Luggi!

Lupiene verbringt die Nächte im Nistkasten, sie verhält sich hierbei anders als ihre Vorgängerin, die erst mit der Eiablage den Nistkasten nicht mehr verließ.

 

Lupiene

 19.04.

Im Turmfalkenkasten vergrämen wir die Tauben durch entfernen der Zweige. In der nördlichen Schallluke lassen wir den Tauben einen Platz, um ihre Jungen groß zu ziehen. Wir haben beobachtet, dass ein Taubenpaar, in einer Saison, mehrfach 1-2 Junge großzieht. Natürlich passen wir auf, dass das Läutewerk der Glocken nicht verschmutzt wird.

Um 21:06 Uhr ist Lupiene aufgewacht und hat sich nochmals auf die Stange gesetzt und interessiert nach unten geschaut, normalerweise schläft sie durch.Vielleicht fehlt ihr Luggi!

Das gute Licht stammt von der Außenbeleuchtung der Kirche, die um 22 Uhr ausgeschaltet wird.

Abend 21:06 Uhr
Abendstunde 21:06 Uhr

 20.04.

Jetzt hat die Balz ihren Höhepunkt erreicht. Luggi hat heute Lupiene mit zwei erbeuteten Eidechsen in den Kasten gelockt. Lupiene schnappt sich die Eidechse und fliegt damit zum nächsten Baum. Das ist das wichtigste Ritual der Balz.

 

Höhepunkt der Balz

 21.04.

DieTauben haben noch nicht aufgegeben! Kaum sind Lupiene und Luggi weg, werden wieder Zweige in den Nistkasten transportiert. Heute Morgen muss es zwischen den Tauben und Lupiene ein kleines Scharmützel gegeben haben, Lupiene saß auf der Stange und hatte eine Taubenfeder am Fuß. Das Bild zeigt Luggi in Balzstellung mit imponierend ausgestellten Flügeln.

 

Lupiene mit Taubenfeder

 

Luggi in Balzlaune

 26.04.

Es wird noch immer gebalzt. Luggi konnten wir heute mit einer Eidechse fotografieren. Es war ein Balzgeschenk für Lupiene. Wir hoffen, dass am Wochenende die Eiablage beginnt.

Luggi mit erbeuteter Eidechse


28.04.

Seit Tagen beobachten wir an der Giebelseite unserer Lagerhalle zunehmend Vogelkot und Gewölle. Was für ein großer Zufall, wir haben den Schlafplatz von Luggi entdeckt! Heute Abend konnten wir Luggi beim Einflug beobachten. Er hat sich einen Platz auf einem Pfettenkopf unter dem Dachvorsprung ausgewählt. Dort ist er nachts vor Feinden sicher. Sein Schlafplatz ist gut 300 Meter vom Nistkasten und somit von Lupiene entfernt. Nach menschlichen Maßstäben fehlt da aber doch ein bisschen die Nähe!


01.05.

Am Morgen versuchte Lupiene im Falkenkasten eine geeignete Ecke für die Eiablage zu finden, aber anscheinend ist es noch zu früh. Gegen Mittag lag für einige Stunden eine tote Maus im Falkenkasten, es war vermutlich ein Balzgeschenk für Lupiene. Bei dem schönen Wetter haben beide den Tag mit lauten Rufen und Jagen im Bereich der Au verbracht.


Maus

04.05.

Das Wetter ist frühlingshaft und warm. Beide Falken verbringen den ganzen Tag außerhalb des Nistkastens. Lupiene macht noch keine Anstalten zur Eiablage, Geduld ist gefragt. Heute kam sie erst nach 21 Uhr zum Nistkasten und hatte sich noch gleich eine Maus für die Nacht mitgebracht.

 

Lupiene mit Maus

06.05.

Heute Abend war Lupiene auffallend nervös. Sie wechselte ständig den Platz und schaute häufig zwischen den Beinen nach hinten durch. Als ob da jetzt etwas passieren müsste! Gegen 20 Uhr hatte sie es geschafft, das erste Ei ist da! Nach dieser Anstrengung flog sie erst mal hinaus.


Das erste Ei ist da!

 08.05.
Lupiene war heute Nachmittag wieder sehr unruhig, ein sicheres Zeichen für die nächste Eiablage. Am Abend war es dann so weit, das zweite Ei ist da!

Das zweite Ei ist da!

09.05.

Luggi kommt zum Nistkasten und bringt Lupine eine Maus. Für wenige Minuten fliegt sie zum nächsten Baum und Luggi passt so lange auf die Eier auf.

 

Luggi versorgt Lupiene

 10.05.

Gegen 18:30 Uhr hatte Lupiene das dritte Ei gelegt. Es liegt rechts und ist etwas dunkler, weil es noch feucht ist. Wie zum Dank kam Luggi und brachte eine Maus zum freudigen Ereignis. Jetzt beginnt für Lupiene und Luggi eine sehr entbehrungs-reiche Zeit. Der Ablauf könnte in etwa wie folgt sein:

  10 Tage Eiablage

  30 Tage Brüten

  35 Tage Aufzucht der Jungen

Lupiene wird in dieser Zeit nur für wenige Minuten täglich den Nistkasten verlassen. Luggi wird von früh bis spät auf der Jagd sein um Lupiene und später die Jungen zu ernähren.

Das dritte Ei ist da!


Luggi löst Lupiene kurz ab

12.05.

Das vierte Ei ist da!

Am frühen Morgen wurde Lupiene von Luggi für wenige Minuten vertreten. Danach war sie mit der Eiablage beschäftigt. Am Abend entdeckten wir dann das vierte Ei!


Des Einen Freud, des Anderen Leid!

 

Luggi löst Lupiene kurz ab

 

Das vierte EI ist da!

  14.05.

Heute konnten wir keinen Blick auf das Gelege werfen. Lupiene schlief tagsüber ungewöhnlich viel, vielleicht hat sie ein weiteres Ei gelegt. Auch wenn das Bild von Luggi am Abend schon etwas dunkel ist, kann man sehr gut den Unterschied der Musterung und Färbung der Schwanzfedern sehen. Die Schwanzfedern von Lupiene sind gestreift und die von Luggi sind ohne Muster.

Lupiene Schwanz mit Querstreifen


Luggi unifarbener Schwanz


16.05.

Heute konnten wir mehrfach beobachten, wie Luggi eine Maus für Lupiene brachte und sie für wenige Minuten ablöste. Die Wechsel gingen so schnell, dass wir keinen Blick auf das gesamte Gelege werfen konnten. Wir wissen also heute Abend nicht, ob zum vierten Ei noch ein weiteres dazu gekommen ist!

 

17.05.

Die Ablage des vierten Eis liegt nun schon 4 Tage zurück, deshalb gehen wir davon aus, dass das Gelege dieses Jahr aus vier Eiern besteht, im Vergleich dazu waren es im Jahre 2012 sechs Eier. 30 Tage wird in etwa die Brutzeit betragen, das wird für Lupiene eine lange und entbehrungsreiche Zeit.

 
Lupiene mit vier Eiern!


20.05.
Lupiene brütet!

Luggi kommt 3 bis 4 Mal am Tag und bringt ihr eine Maus. Sie verlässt dann für ca. 5 Minuten den Nistkasten und frißt auf einem nahegelegen Baum und macht „Toilette“, denn der Nistkasten wird stets sauber gehalten. Luggi setzt sich für diese Zeit auf die Eier, damit sie nicht abkühlen. Bei der Rückkehr von Lupiene haben wir den Eindruck, als habe sie Luggi mit einem Küsschen begrüßt, das gibt es eben auch in der Tierwelt.


Lupiene begrüßt Luggi


24.05.

Heute ist der 11. Bruttag. Beide sind sehr diszipliniert und lassen das Gelege keinen Augenblick unbewacht. Die Eier liegen ganz dicht in der hinteren linken Ecke, so dass es manchmal schwer ist, alle 4 Eier unter das Gefieder zu bekommen.


26.05.
10.000 Mal wurde seit dem Jahre 2014 auf unsere Turmfalkenseite zugegriffen!


27.05.

Heute Abend, gegen 18:00 Uhr, hatte Luggi seine Lupiene beim Brüten abgelöst. Das nachfolgende Video zeigt Luggi auf den Eiern und schon nach wenigen Minuten ruft er nach Lupiene, eine große Geduld zeigte er nicht. Lupiene kam nach etwa 12 Minuten zurück und machte Luggi mit einem Stups deutlich, dass er für diese Aufgabe im Moment entbehrlich sei.

 

28.05.
Heute ist die Hälfte der Brutdauer geschafft! 


29.05.

Luggi brachte Lupiene eine Maus, ein Stückchen Fell hat er noch im Schnabel. Dieses Mal flog sie nicht zum nächsten Baum sondern hat die Maus, wie die Bilder zeigen, im Nistkasten verspeist.

Luggi brachte eine Maus
und Lupiene verspeist sie im Nistkasten

30.05.
Am Wochenende haben wir festgestellt, das das Gefieder von Luggi mit dem von Karli im Jahre 2012 nicht identisch ist. Die Schwanzfedern von Luggi sind einfarbig hell und mit einem schwarzen Rand gesäumt. Karli´s Schwanzfedern dagegen sind mit braunen Querstreifen versehen (wie die Weibchen) und schließen auch mit einem schwarzen Rand ab. Wir fragen uns, ob das eine Laune der Natur ist oder ob dies häufiger vorkommt. Nachfolgend ein Bild von Karli und aus dem Jahre 2012.


Kati links und Karli rechts


31.05.

Heute können wir eine Überraschung bieten!

Seit dem vergangenen Jahr kann man in Gleschendorf hin und wieder ein Seeadlerpaar im Flug beobachten. In diesem Jahr sind zwei junge Seeadler geschlüpft und haben inzwischen schon eine stattliche Größe erreicht. Vor wenigen Tagen sind Fachleute zum Adlerhorst hoch gekelettert und haben die jungen Adler beringt und interessante Aufnahmen gemacht.

Wir bedanken uns bei Förster Karsten Krizian, der uns die Bilder zur Verfügung gestellt hat.

Für diese Bilder haben wir auf unserer "Home-Seite" einen neuen Menüpunkt Seeadler 2016 eingerichtet.


01.06.

Heute ist der 19. Bruttag und Lupiene sitz entspannt auf den Eiern.


Ruhiges Brüten


05.06.

Heute ist der 23. Bruttag. Es wird langsam spannend. Wir rechnen mit dem Schlüpfen der Küken Ende nächster Woche. Wir hoffen, dass wir diesen Moment filmen können.

Lupiene frißt im Nistkasten

 

06.06.

Wir haben die ersten warmen Sommertage, dabei aber einen kräftigen Ostwind. Im Nistkasten wird es nicht zu warm und der Wind bringt Kühlung.

 

25. Bruttag von ca. 30


10.06.

Heute wird geschlüpft! um 06 Uhr 30 war es so weit, das erste Küken ist geschlüpft. Im ersten bild vor Lupiene liegt ein Teil der Eierschale.



Eierschale links von Lupiene


Im zweiten Bild kann man das Küken , Kopf mit Schnabel, erahnen.

Erstes Küken 12 Minuten alt


Das Video wurd gegen 10 Uhr aufgenommen. Luggi bringt eine Maus und Lupiene frißt, anschließend bekommt das Küken ein paar ganz kleine Häppchen. Es sind erst 3 Stunden nach dem Schlüpfen vergangen.


12.06.

Am Sonntag gegen 19 Uhr waren zwei oder drei Küken geschlüpft und wurden gefüttert. Das vierte Ei scheint angebrochen zu sein. Wir hoffen, das wir noch ein viertes Küken bekommen.


Drei Küken werden gefüttert


13.06.

Heute haben wir eine traurige Gewissheit bekommen. Vier Eier wurden bebrütet, zwei Küken sind geschlüpft. Ein Ei wird noch bebrütet. Es fehlt ein Ei bzw. ein Küken spurlos. War es ein Nesträuber? Wir wissen es nicht.

Wir sind gespannt, ob aus dem letzten Ei noch ein Küken schlüpfen wird.

 

Zwei Küken und ein Ei

 

Die Küken liegen auf dem Bauch



14.06.

Das Wachstum und die Entwicklung der Küken kann man täglich beobachten. Heute konnten beide beim Füttern schon das Köpfchen heben, nach dem Füttern waren aber beide platt. Futterneid kennen Turmfalken nicht, es wird der Schnabel aufgesperrt und gewartetet bis man dran ist. Es gibt kein Gerangel unter den Geschwistern.

 

Köpfchen heben

 

Satt und platt!


16.06.

Zufriedene Gesichter! Den beiden jungen Turmfalken geht es sichtlich gut. Beim Füttern verlassen sie schon mal die Bauchlage und sitzen auf den Unterschenkeln. Das 3. Ei wird noch bebrütet, wir müssen aber davon ausgehen, dass kein weiteres Küken schlüpfen wird.

Zufriedene Gesichter

18.06.

Heute sind die jungen Turmfalken schon 9 Tage alt. Ihre Beine und Füße sind schon sehr kräftig. Gestern Abend fehlte das letzte Ei und im vorderen Bereich entdeckten wir eine hellbraune Flüssigkeit. Wir gehen davon aus, das dies die Reste des Eis sind. Es muss übel gerochen haben, denn in wenigen Minuten wurden viele Fliegen angezogen.


Lupiene wartet auf Luggi

19.06.
Heute ist Sonntag und Luggi bringt unentwegt Mäuse zum Nistkasten. Anscheinend ist dieses Jahr die Mäusepopulation ausreichend, denn es gibt offensichtlich keine Engpässe.

Vater zu Besuch, Mutter musste mal

20.06.

Bei den jungen Turmfalken ist jetzt schon der Schwanzansatz als kleiner Bürzel zu erkennen. Es ist kaum vorstellbar, dass in etwa 3 Wochen die langen Schwanzfedern wachsen werden.

Schwanzwurzel erkennbar

Nur mit Mühe bekommt Lupiene die Beiden unter ihre Fittiche, Sie sind viel lieber an der Luft.

Platt am Boden


21.06.


Warten auf die nächste Maus!





22.06
Heute hat die Mutter ihren Nchwuchs zum ersten Mal aus der Ecke gelockt. Es ist warm und die jungen Turmfalken müssen tagsüber nicht mehr gewärmt werden.


 

Zum ersten Mal aus der Ecke

28.06
Jetzt kann man schon die ersten Ansätze der Federn sehen. Wir waren am Wochenende auf Reisen und seit unserer Rückkehr machen wir uns um das zweite Küken große Sorgen. Schon vor Tagen hatten wir erste Auffälligkeiten registriert. Es liegt auf dem Bauch, kann sich nicht auf die Unterschenkel setzen und spreizt die Beine immer weit ab. Es sieht nach einer Behinderung im Bereich der Beinchen aus. Es frißt, ist aber nicht so wohlgenährt wie sein Geschwister. Wir werden uns das in den nächsten Stunden aus der Nähe genauer ansehen.


Sorgen um das 2. Küken


Heute Nachmittag stand das größere Küken zum ersten Mal auf den Füßen.


Zum ersten Mal stehen!




Eine Taube besucht die Kinderstube!


01.07.

Wir machen uns große Sorgen um das Nesthäkchen! Leider bekommen wir immer mehr die Sicherheit, dass es eine körperliche Behinderung hat. Das Nesthäkchen liegt überwiegend platt auf dem Boden und streckt die Beine unnatürlich weit gespreizt vom Körper ab. Deshalb ist ein Sitzen oder gar das Stehen nicht möglich. Es wird regelmäßig gefüttert ist aber im Vergleich zum großen Bruder nicht so weit entwickelt. 


Kleine Schwester und Großer Bruder
Sorge um das Nesthäkchen

03.07
Heute ist Sonntag und unser Nesthäcken war bei seinen Versuchen auf die Beine zu kommen über den Rand des Nistkastens geraten. Dort lag er auf dem schmalen Simsbrett auf dem Bauch und kam alleine nicht mehr zurück. Deshalb haben wir uns entschlossen ihn zurück zu setzen und ihn dabei kurz zu untersuchen. Im Video kann man diese Aktion sehen. Seine Zehen reagieren bei Berührung, die Beine stehen aber 90° vom Körper ab. Wir werden kurzfristig Fachleute einschalten und Rat einholen.


Das Nesthäkchen braucht Hilfe!


04.07.

Heute haben wir den Eigentümer des Vogelparks Niendorf/Ostsee, Herrn Langfeldt, angerufen und er hat uns spontan seine Hilfe angeboten. Wir haben unseren Patienten aus dem Falkenkasten genommen, in einen kleinen Karton gesetzt und sind zum Vogelpark gefahren. Herr Langfeldt erklärte uns, dass es sich um den so genannten "Spagat" handelt. Bei rechtzeitigen Maßnahmen gibt es eine Chance der Verbesserung der Symtome. Herr Langfeldt fütterte unseren Jungfalken mit Rinderherzstückchen, die er verschlang. Morgen wird der Patient noch einem Tierarzt vorgestellt und dann berichten wir weiter.

Herr Langfeldt hat sich über zwei Stunden Zeit für uns genommen! An dieser Stelle möchten wir uns jetzt schon für die Hilfe bedanken.

Abschiedsschmerz

Patient im Vogelpark Niendorf


1  

05.07.

Unser Patient blieb heute im Vogelpark Niendorf und wurde vom Tierarzt untersucht, morgen erfahren wir mehr!


06.07.

Heute konnten wir um 19 Uhr unseren kleinen Falken im Vogelpark Niendorf besuchen. Herr Langfeldt, vom Vogelpark Niendorf, kümmert sich rührend um "Turmi", so wurde er von ihm inzwischen getauft. Er sitzt in einem kleinen Zuhause, damit er sich nicht zu viel bewegt. Die Beine sind noch bandagiert und wir müssen noch einige Tage abwarten, ob es eine Verbesserung der Beinstellung gibt. Wir geben die Hoffnung nicht auf. Herr Langfeldt hat einige Patienten in Pflege: Storch, Mauersegler, Blaumeisen, Grasmücke um nur einige zu nennen. Wenn die Patienten gesund und kräftig genug sind, dann werden sie in die Freiheit entlassen.

Es ist schön zu erleben, wie sich Herr Langfeldt persönlich der Pflege annimmt.


08.07.

Gähnende Leere


Schreck in der Morgenstunde! Bei der morgendlichen Kontrolle war der Nistkasten leer. Das Gefieder des jungen Falken ist noch nicht so ausgewachsen, dass er fliegen kann. Vielleicht hat er sich auch nur zu weit vorgewagt?

Wir fanden den Falken direkt unterhalb des Nistkastens auf einem Stein. Er fauchte und fand die Bergung gar nicht so schön. Wir haben ihn in einen Eimer gesetzt und in den Nistkasten zurück gebracht. Im nachfolgenden Video ist dies festgehalten.

Bei dieser Aktion konnten wir den Kleinen gleich kurz untersuchen. Sein Gefieder ist sehr gut ausgeprägt und er ist gut genährt. Seine Krallen zeigen an den Fingern Wirkung. Wir rechnen Ende nächste Woche mit dem Abschied.


Rücktransport in den Nistkasten



Wieder oben!

09.07.

Heute ist der junge Falke ausgeflogen! Ein bisschen Wehmut ist immer dabei, aber wir freuen uns für den Falken, dass er es geschafft hat. Den Patienten im Vogelpark Niendorf werden wir am Wochenende besuchen.


Letzte Aufnahme 8.Juli 22 Uhr 26


Wir werden in den nächsten Wochen den Himmel beobachten und nach "unseren" Falken hören und Ausschau halten. Bestimmt werden sie noch einige Wochen in der Umgebung jagen, bis sie über den Winter in wärmere Regionen ziehen werden.


11.07.

Heute haben wir leider noch eine traurige Nachricht zu überbringen. Die Bemühungen um unseren Patienten waren erfolglos und er musste heute Vormittag vom Tierarzt eingeschläfert werden. Das tut uns leid.


22.07.

Die Falken können wir täglich um den Kirchturm herum und über der Au beobachten. Offensichtlich sind sie guter Dinge und geniesen die freie Zeit nach der mühsamen Aufzucht ihrer Nachkommen.

Für uns geht die Falkensaison langsam zu Ende, wir haben den Nistkasten gereinigt und freuen uns noch auf viele Begegnungen mit unseren Kirchturmfalken in Gleschendorf!


Noch immer hoffen wir, dass unser Kasten für Schleiereulen im Kirchturm angenommen wird. Die Bestände wurden in den schneereichen Wintern, vor einigen Jahren, stark belastet, haben sich aber inzwischen wieder gut erholt. Darüber wollen wir künftig auch berichten.


Der "Lebensraum Kirchturm" bietet für viele Platz:


Turmfalken
Schleiereulen
Fledermäuse
Dohlen

07.10.

Heute konnten wir unsere Turmfalken auf Nahrungssuche im Flug beobachten. Sie hielten sich längere Zeit im Bereich Fierthstraße, Friedhof und Au auf. So lange sie Mäuse jagen können, gibt es noch keinen Grund südwärts zu ziehen.


10.10.

Sechs Krähen versuchten einen Turmfalken zu vertreiben. Dieses Schauspiel konnten wir heute Vormittag bei der Kirche in Neustadt zufällig beobachten. Der Turmfalke ist im Flug viel wendiger und schneller und konnte den Attacken der Krähen immer wieder ausweichen und letzlich entkommen.


04.11.
Heute konnten wir wieder einen Turmfalken bei der Jagd beobachten. Das ist etwas besonderes, weil in den zurückliegenden Jahren die Turmfalken um diese Jahreszeit nicht mehr zu sehen waren. Anscheinend finden sie noch genügend Nahrung oder sind auf dem Durchzug nach Süden.


01.12.

Unsere Turmfalken sind mit großer Sicherheit südwärts gezogen! Die vielen Informationen und Nachrichten über die "Vogelgrippe" machen uns natürlich große Sorgen, wir haoffen aber, dass unsere Turmfalken bis Anfang März wieder gesund zu uns zurück kommen!


05.12.2016
Heute haben wir die Turmfalkenseite für das Jahr 2017 eingerichtet! Damit möchten wir nur zeigen, dass wir auch im neuen Jahr für die "Kirchturmfalken" und unsere Interessenten da sein werden! Wir rechnen mit der Rückkehr der Turmfalken zwischen Mitte Februar und Mitte März. Bis dahin verabschieden wir uns und wünschen frohe Weihnachten und ein gesundes und glückliches 2017!


Wir würden sehr gerne wissen, wer die Besucher unserer Turmfalkenseite sind und woher sie kommen, deshalb freuen wir uns über jeden Eintrag in unserem Gästebuch.